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Ecstasy (MDMA)
auch: XTC oder Extasy

Szenenamen: "Teile", "Es", "Acid", "Smiley", "Adam", "Cadillac", "Essence", "Eve", "Love", "Pille", "Eden"
Meist werden die Pilen auch nach dem aufgedruckten Motiv benannt.

Aktive Substanzen/Kombinationen:
MDMA (3,4-Methylen- Dioxy- Methamphetamin),
MDA (3,4 Methyldioxyamphetamin),
MDEA (3,4-Methylen- Dioxy- Ethylamphetamin) und
MBDB (Methyl- Benzo- Dioxol- Butanamin o. N-Methyl-1-2- Butanamin).

Häufige "Verunreinigungen": LSD, Strychnin, verschiedene, nicht psychoaktive Substanzen,
die nicht den 4 möglichen Wirksubstanzen entsprechen (s.o.)

Erscheinungsform: flüssig (nicht zu verwechseln mit sog. Liquid Ecstasy!) oder als Pille (meist mit Aufdrucken)

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Herkunft:

Bereits im Jahre 1898 wurde MDMA erstmals aus einem Muskatnuss-Alkaloid synthetisiert. Die Firma E. Merck & Co. (Darmstadt) entwickelte im Jahre 1912 die Substanz MDMA auf vollständig synthetischer Basis.
Nach einer zweijährigen Testphase als Appetitzügler (vgl. Amphetamin) entschloss man sich, diese Droge nicht auf den Markt zu bringen, da man sie für diese Zwecke wegen ihrer Nebenwirkungen als nicht geeignet befand.Da Herstellung und Verteilung nicht durch Gesetzesvorschriften eingeschränkt waren, tauchte MDMA seit den 60`er Jahren als „Strassendroge “ zunächst in San Francisco, dann in Chicago auf.
Mitte der 70`er Jahre fand diese Substanz verstärkt Eingang in die psychotherapeutischen Settings experimentierender Psychotherapeuten. Mit der Popularität entwickelte sich rasch Angebot und Nachfrage auf dem Schwarzmarkt . Als der Begriff 1981 in den Vereinigten Staaten auftauchte, war damit ausschließlich eine chemische Verbindung namens MDMA gemeint. MDMA steht abgekürzt für ein Wort-Ungetüm, das man sich nicht merken muss: 3,4-Methylendioxymethylamphetamin, ein Derivat (Abkömmling) der Aufputschdroge Amphetamin. Sowohl Amphetamin als auch MDMA sind synthetische Drogen (vom altgriechischen syntithenai = zusammensetzen -vgl. auch "Designerdrogen"), werden also im Labor aus einfachen Stoffen wie in einem Baukastensystem zusammengesetzt. MDMA ist so künstlich wie die Gefühle, die es weckt. Es kommt in der Natur nicht vor.
Ende der 1970er Jahre kursierte MDMA noch unter Straßennamen wie Adam, Essence und Love. Angeblich war es ein kalifornischer Drogendealer, der den (recht trefflihcen!) Begriff "Ecstasy" (Ekstase) prägte, weil er diesen Namen für „verkaufsförderlicher“ hielt. Heute ist Ecstasy eine Szene-Bezeichnung für Pillen, die entweder MDMA oder eine von vielen ähnlichen chemischen Verbindungen enthalten. Zu den bekanntesten zählen die Muttersubstanz MDA (aus der MDMA gewonnen wird) sowie spätere Entwicklungen namens MDE (A) und MBDB. Höllische Stoffe verkaufen sich besser mit himmlischen Tarnnamen: In Anlehnung an die frühe Bezeichnung „Adam“ für MDMA wird MDE auch als „Eve“ (Eva) und MBDB als „Eden“ (Paradies) bezeichnet. Ecstasy kann auch ein Mix aus diesen und anderen Stoffen sein. Es gibt keine einheitlichen Inhalte. Versuchsweise kamen auch schon ganz neue Amphetaminabwandlungen als „Ecstasy“ auf den Markt.
Ecstasy ist also keine Einzeldroge an sich, sondern ein Oberbegriff für verschiedene Substanzen mit ähnlichem Wirkungsspektrum. Man liegt auch nicht falsch, wenn man unter Ecstasy jede unter dieser Bezeichnung angebotene Pille versteht, von der der Konsument hofft, dass sie den „wahren“ Ecstasy-Wirkstoff MDMA enthält

Wirkweise

Normalerweise wird der
Glücksbotenstoff Serotonin von der Sendezelle
(Neurotransmitter) in den synaptischen
Spalt ausgeschüttet.
Von dort aus gelangt es zur
Empfängerzelle, die wiederum den
Impuls weitergibt (wie bei einer Dominostein-
Kette) bis sie am endgültigen Ziel ange
-kommen ist.


Das Serotonin kehrt
dann sofort in die Sendezelle zurück.
Ecstasy bewirkt eine höhere Aus-
schüttung von Serotonin, blockiert aber
gleichen Wegs den Rückweg zu der
Sendezelle.
Der Glücksbotenstoff kann nun nicht
mehr zurück und bewirkt im synaptischen
Spalt eine Flut von Impulsen, die der
Konsument als Glücksgefühle wahrnimmt.


Der "E-Film":

MDMA (der häufigste Vertreter der Ecstasy-Gruppe) ist nicht nur eng mit Amphetamin verwandt, sondern ähnelt in einigen chemischen Eigenschaften auch dem Halluzinogen Meskalin. Die vom Konsumenten erhoffte Wirkung ist daher eine eigenartige Mischung aus diesen beiden Drogen. Typisch sind eine allgemeine Stimulierung („Tanzdroge “), Enthemmtheit, Glücksgefühle, ein Gefühl der Entspanntheit, eine „Öffnung nach Innen “ und ein intensives Gefühlder Nähe zu anderen Menschen („Herzöffner “, Liebesdroge “, „Kuscheldroge “, „Gefühlsdroge “). Veränderungen der Wahrnehmung sind häufig (z.B. verschwommenes Blickfeld , Geräuschempfindlichkeit, verändertes Zeitempfinden, verändertes Erleben der gesamten Umgebung ), massive optische und akustische Halluzinationen, wie bei LSD, dagegen die Ausnahme. Andere Vertreter der Ecstasy-Gruppe unterscheiden sich von MDMA – abgesehen von Unterschieden bei der Dosis – hauptsächlich dadurch, dass sie die Antrieb steigernde, die halluzinogene, die „nach innen öffnende“ und die „I love you all “-Komponente des MDMA (ganz) anders gewichten.
DOB beispielsweise ist ein der Ecstasy-Gruppe zugerechnetes Amphetaminderivat mit bis zu 30 Stunden Wirkungsdauer, das stark halluzinogen, aber nur leicht aufputschend wirkt. Auch MDA ist stärker halluzinogen als MDMA. MDE und MBDB wiederum eignen sich im Unterschied zu MDMA nicht wirklich als Durchtanzdrogen, weil die Amphetamin-Komponente zu kurz kommt. Auf dem „E-Film“, wie der Ecstasy-Trip auch genannt wird, sind die Grenzen speziell zwischen MDA, MDMA und MDE aber eher fließend als genau bestimmbar.
Anders als beim klassischen Amphetamin erzeugt Ecstasy i.d.R. ein "warmes" Gefühl der Selbstzufriedenheit.
Dies kann aber - je nach Grundstimmung -und Beimischungen- auch in ein Gefühl des Weltschmerzes umschlagen (!)
Ecstasy macht im körperlichen Sinne nicht abhängig, dagegen ist das psychische Abhängigkeitspotential relativ hoch. Über 50% der Konsumenten sprechen in Umfragen von einem deutlich ausgeprägten Drang, Ecstasy nehmen zu müssen. Mit zunehmender Konsumdauer und –häufigkeit werden die Abhängigkeitssymptome gegenüber Ecstasy oder gegenüber Ersatzdrogen im Kielwasser von MDMA natürlich nicht weniger, sondern mehr.


Nebenwirkungen/Risiken:

Schlaflosigkeit (Schlafstörungen) [Amphetamin]

Appetitlosigkeit [Amphetamin]

Gefühlsschwankungen

Erhöhter Puls/Herzrhytmusstörungen

Zähneknirschen/Kauzwang [Amphetamin]

Auslösen einer latenten oder offensichtlichen Psychose ("Hängenbleiben")

Impotenz/Frigidität (besonders bei Dauergebrauch -vgl. auch Kokain oder Speed!)

Hypertonie (Bluthochdruck)

Hyperthermie (erhöhte Körpertemperatur)

Das Durstgefühl wird u.U. gehemmt - der Körper trocknet -besonders in Verbidnung mit körperlicher Anstrengung (z.B. Tanzen) und Alkohol


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Tanz mit dem Tod <<<