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Crack

Crack und Freebase

Szenenamen: "Stein", "Steine", "Rock", "Rocks", "Roxanne"

Aktive Substanz: Kokianhydrochlorid (potenziert)

Streckungssubstanzen (Crack): Diverse, resultierend allerdings i.d.R. ausschließlich aus der Grundsubstanz (sog. Straßen-Kokain) resultieren

Streckungssubstanzen (Freebase): Prinziptbedingt keine (mehr).
Siehe auch >> Herstellung

Erscheinungsformen:
kristalline Substanz (Crack), weißes Pulver (Freebase)

Crack
ist ein rauchbares Kokain-Derivat
Die Aufnahme geschieht dann meist durch Pfeifen aus Glas oder Metall, alternativ auch von einer Metallfolie wie Aluminumfolie geraucht.

Herstellung Crack: Kokain (Kocainhdrochlorid, sog. "Straßenkokain") wird in Wasser gelöst und mit einer anorganischen Base wie Backpulver vermischt. Das Gemisch wird nun so lange erhitzt, bis das Wasser verdampft ist. Es beleibt eine grobkörnige braune Paste zurück, das Crack. Seinen Namen soll es vom Knisternden Geräusch haben, das bei seiner Herstellung entsteht.

Herstellung Freebase: Dabei wird das Chlorid-Ion im Kokain durch Natriumhydrogencarbonat oder Ammoniumhydrogencarbonat herausgelöst. Werden aus Kokainhydrochlorid mittels eines organischen Mittels Unreinheiten (wie Äther oder Verschmutzungen und Streckmittel) herausgewaschen, entsteht Freebase. Da es sich bei den Lösungsmitteln um hochexplosive Stoffe handelt, ist die Herstellung von Freebase gefährlich und führt immer wieder zu Todesfällen.
Der Name Freebase kommt daher, weil das Kokain im Crack als freie Base vorliegt. "Freebase" ist ein feines weißes, wie Puderzucker aussehendes Pulver. Freebase ist ein Form des Kokains, die noch konzentrierter ist als Crack!


 

Konsum
Die Droge wird in kleinen Pfeifen aus Glas oder Metall geraucht. Möglich sind auch umgebaute Plastikflaschen oder -Getränkedosen - ähnlich wie "Bongs" . Die Wirkung setzt auf diese Weise in weniger als zehn Sekunden ein, hält aber nur wenige Minuten an. Die für den Kokainkonsum insgesamt typische "episodische Gier" (Craving; engl.), also das Verlangen, mehr zu konsumieren, setzt bei Crack häufig anstatt nach 20-60 min. (Pulverkokain) bereits nach wenigen Minuten, z.T. nach weniger als einer Minute ein. Dadurch werden die Zeitabstände zwischen den einzelnen Konsumvorgängen z.T. sehr kurz. Zusätzlich können sich diese Konsumepisoden (Binges, engl.) über mehrere Tage hinweg ziehen, in denen die Konsumenten auf der Suche nach dem nächsten 'Stein' bzw. Geld für den nächsten Stein oft hektisch-gehetzt in der Szene unterwegs sind.

Wirkung
Die Wirkung ist ähnlich der Wirkung von anderen Kokain-Zubereitungsformen, nur viel stärker. Der Körper nimmt Crack zudem über die Lunge wesentlich schneller als geschnupftes Kokain über die Nasenschleimhäute auf. Nach ca. 10 Sekunden erreichen die Kokainmoleküle die Nervenzellen des Gehirns.
Die Intensität richtet sich nach Menge und körperlicher Verfassung. Crack wirkt euphorisierend und stimmungsaufhellend, so dass sich der Konsument energiegeladen fühlt. Er empfindet eine gesteigerte Aufmerksamkeit, fühlt sich wacher und die Leistungsfähigkeit steigt scheinbar. Er verspürt einen starken Redezwang und gesteigertes sexuelles Verlangen. Auch besteht die Neigung zur Selbstüberschätzung bis hin zum Größenwahn.[6]
Während des Konsums kann unkontrollierbares Zittern oder Zucken auftreten. Auch kann es zu Schwächegefühlen, Paranoia, Hautjucken und Bluthochdruck oder zu Einsamkeitsgefühlen kommen. Das Umfeld kann feindselig wirken, es kann zu schizophrenieähnlichen Zuständen wie auch zu Verfolgungswahn und Wahnvorstellungen kommen.[7] Crack kann Auslöser einer Drogenpsychose sein, Überdosierung kann zum Herzstillstand führen.
Die Rauschwirkung hält allerdings nur 5 bis 15 Minuten an. Relativ unmittelbar danach kommt es häufig zu dem heftigen Verlangen, einen erneuten Rausch zu erzeugen. Dieses Phänomen ist der Hauptgrund für das hohe Abhängigkeitspotential.
Crack zählt neben Nikotin und Heroin zu den Drogen mit dem höchsten Abhängigkeitspotenzial. Wie bei Kokain(-hydrochlorid) besteht eine große Gefahr darin, dass nach dem Konsum (bzw. dem "Runterkommen") sehr schnell das Bedürfnis entsteht, mehr zu konsumieren "Craving" (engl.: Begierde, Verlangen), was bei der schneller an- und auch wieder abflutenden Wirkung von Crack im Vergleich zu Kokain als wesentlich gravierender empfunden wird, so dass häufig bereits einige Minuten nach dem Konsum der nächste "Stein" geraucht wird. So kann eine extreme Konsumdynamik entstehen, die zum einen in langen "Binges" (engl.: Episoden mit rasch aufeinanderfolgenden Konsumakten) resultieren kann, zum anderen auch zu einer raschen Entwicklung einer Abhängigkeit, bei der innerhalb kurzer Zeit eine Gewöhnung an die Substanz aufgebaut wird. Zur Erzielung des gleichen Effekts müssen deshalb die Dosen gesteigert werden (Tachyphylaxie). Die Entzugserscheinungen, die unmittelbar nach dem Rauchen eintreten und über Wochen anhalten können, werden von allen Konsumenten übereinstimmend als sehr unangenehm beschrieben

Verbreitung und Verfügbarkeit
Gehandelt wird Crack in Form kleiner Klumpen, auch Steine („rocks“) genannt, die in Mengen ab einem zehntel Gramm ab ca. 5 € verkauft werden. Auf dem Schwarzmarkt bezahlt man für 1kg ca. 78.000€. Eine Konsumeinheit ist relativ billig; aufgrund der oft extremen Konsumdynamik kann es jedoch dazu kommen, dass innerhalb kurzer Zeiträume sehr viel Geld für die Droge ausgegeben wird.
In Deutschland ist Crack v.a. in großstädtischen Szenen von Konsumenten harter Drogen verbreitet, wobei deutliche Schwerpunkte in Frankfurt am Main, Hamburg und Hannover auszumachen sind. Viele gewohnheitsmäßige Crackkonsumenten waren zuvor bereits heroin- und/ oder kokainabhängig.
Viele Konsumenten finanzieren ihre Sucht durch Beschaffungskriminalität und Beschaffungsprostitution, da sie keine andere Möglichkeit sehen, die hohen Geldbeträge, die ihre Abhängigkeit fordert, aufzubringen.


 

Literatur zum Thema

PCP
Antidepressiva und Nebenwirkungen -Textdownload

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