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 | Kokain |
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Szenenamen: "Koks", "Koka", "Base", "C", "F*ckpuder", "Weißes", "Schnee","Coke"
Wirksamer Bestandteil: Benzoyloxy-tropancarbonsäure- methylester
Häufige Streckungsmittel: Lidocain, Koffein, Backpulver, Kalk, Lactose (Milchzucker), Ascorbinsäure, Acetylsalicylsäure,
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Wirkweise (chem.) Kokain ist ein Wiederaufnahmehemmer (Reuptake-Inhibitor) an Dopamin-, Noradrenalin- und Serotonin-Neuronen. Es verhindert den Transport und somit die Wiederaufnahme dieser Neurotransmitter in die präsynaptische Zelle, was eine Erhöhung der Transmitterkonzentration im synaptischen Spalt und damit ein erhöhtes Signalaufkommen am Rezeptor zur Folge hat und unter anderem zu einer Erhöhung des Sympathikotonus führt. Bei höherer Dosierung können Symptome wie Nervosität, Angstzustände und paranoide Stimmungen auftreten. Die Dauer des Rausches ist von der Konsumform und der psychischen Konstitution sowie der eingenommenen Menge und Dauer abhängig.
Wirkweise (subjektiv) Kokain wirkt in pharmakologischer Hinsicht auf dreierlei Weise: Es stimuliert sehr stark die Psyche, hat einen wirksamen lokal betäubenden Effekt und verengt die Blutgefäße. Nach rund sechs Stunden ist die Substanz weitgehend abgebaut und nach wenigen Tagen ist der Konsum im Körper (Ausnahme: Haare) nicht mehr nachweisbar. Dies gilt allerdings nicht für den chronischen Konsum: hier sind Rückstände bis zu drei Wochen erkennbar. Das Ausmaß des aufputschenden Effekts hängt sowohl von der Person des Konsumenten selbst wie auch von der Dosis, der Art des Konsums und der Qualität des Stoffes ab, denn der Wirkstoffgehalt des als Kokain verkauften Pulvers schwankt durchschnittlich zwischen 20-50%. Beim Schnupfen setzt die Wirkung nach wenigen Minuten ein. Nach etwa 30-60 Minuten wird die maximale Konzentration im Blut erreicht und die pharmakologische Wirkung hält bis zu einer Stunde an. Beim Spritzen oder Rauchen hingegen beginnt die Wirkung bereits nach wenigen Sekunden, da das Kokain über die Lunge sehr rasch vom Blutkreislauf aufgenommen wird bzw. bei der intravenösen Verabreichung unter Umgehung sämtlicher Resorptionsbarrieren das Gehirn erreicht. Allerdings verringert sich auch die Wirkdauer. So hält der durch das Rauchen ausgelöste Rauschzustand (vgl. Freebase-, Crack rauchen
) nur etwa 5-10 Minuten an. Kokain ist allgemein als "Leistungsdroge" bekannt, da es - zeitlich begrenzt - eine Leistungssteigerung und erhöhte körperliche Belastbarkeit bewirkt. Es dämpft das Hungergefühl, vermindert das Schlafbedürfnis und löst euphorische Gefühle aus. Die ihm zugeschriebene Lust- und Potenzsteigerung kehrt sich bei fortdauerndem Konsum allerdings ins Gegenteil um, nämlich in sexuelles Desinteresse und Impotenz (vgl. auch Nebenwirkungen beim legalen Dauergebrauch verschreibungspflichtiger SSRI-Hemmer) Die durch das Kokain hervorgerufenen Rauschzustände verlaufen gewöhnlich in mehreren Stadien: - Euphorisches Stadium: Am Anfang steht das positiv erlebte, so genannte euphorische Stadium, das u.a. von gehobener Stimmung, erhöhtem Selbstwertgefühl, gesteigertem Antrieb und Denken sowie stärkerer Sinneswahrnehmung und Kreativität gekennzeichnet ist. Der Konsument fühlt sich sorglos, verliert soziale und sexuelle Hemmungen und empfindet ein vermindertes Schlafbedürfnis bei gleichzeitig erhöhter Libido. Sehr selten treten auch einfache Halluzinationen und Pseudohalluzinationen auf. - Rauschstadium: Nach etwa 20-60 Minuten klingt die euphorische Phase ab. Nun können zu den beschriebenen Wahrnehmungen ängstlich paranoide Stimmungen hinzutreten, die vor allem mit akustischen, manchmal auch mit optischen Halluzinationen einhergehen. - Depressives Stadium: Diese dritte Phase des Kokainrausches wird vor allem von Niedergeschlagenheit, Antriebslosigkeit, Müdigkeit und Erschöpfung bis hin zu Angstzuständen, Schuldgefühlen, Selbstvorwürfen und Suizidgedanken gekennzeichnet.
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Geschichte Die Kokain liefernde Pflanze des Koka Strauches wurde nachweislich schon vor mehr als 4.000 Jahren bei Indianern in den südamerikanischen Anden als Heilmittel und für Stammesrituale benutzt. Während des Mittelalters erreichte die Pfanze dann auch das europäische Festland und ihr Wirkstoff Kokain wurde in den Jahren um 1860 - 1885 chemisch unter anderem durch Albert Niemann isoliert. Durch die Verherrlichung des Stoffes in einem Aufsatz Sigmund Freuds (Freud sah unter anderem die Möglichkeit, Opiumsüchtige mit Kokain zu therapieren) im Jahre 1884 wurde die Droge weiter bekannt und der Boom des Zaubermittels begann. Die Droge wurde bald darauf als Narkotikum in der Medizin eingesetzt und eroberte alsbald auch die Normalbürger. Fast alles wurde mit dem Zaubermittel versetzt: Zigaretten, Elixiere, Stärkungsmittel, Koka-Liköre, Weine und bekanntermaßen das als Kopfschmerzmittel verwandte Getränk Coca Cola
- das einen Kokaingehalt von ungefähr 0,0025 Prozent aufweisen konnte - mit seinen zahlreichen Konkurrenten Koca Nola
, Nerv Ola oder Wise Ola. Weiteres Einsatzgebiet war der medizinische Sektor. Kokain hielt als Schmerzmittel gegen Kopf- und Zahnschmerzen her und wurde weiterhin gegen Nasenschleimhautentzündungen und Asthma eingesetzt. Ende des 19. Jahrhunderts wurde unter anderem durch die Connecticut State Medical Society die extreme Suchtgefahr und körperliche Schädigung des Stoffes bekannt. 1914 wurde mit dem Harrsion-Gesetz der Verkauf und die Verteilung von Kokain und anderen Drogen in den USA letztendlich unter die Aufsicht des Staates gestellt. Grund hierfür waren allerdings keine medizinischen Bedenken, sondern rassistische Hintergründe: Man fürchtete sich vor von Kokain besessenen Schwarzen. Großbritannien und andere Länder folgen dem im Jahre 1916. Allerdings aus medizinischer Sicht. In den zwanziger Jahren erlebte Deutschland sein Kokainhoch und das Rauschmittel wurde kurz darauf (um das Jahr 1930) dem neuen Betäubungsmittelsgesetz unterstellt und somit verboten.
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Risiken Die Risiken des Kokainkonsums liegen vor allem in der Gefahr einer sich schnell einstellenden psychischen Abhängigkeit und den damit verbundenen Folgen (s.u.). Die akuten Risiken und Folgen des Kokainkonsums unterscheiden sich je nach Form, Dosis und Dauer des Konsums. Der Konsum ist um so gefährlicher, je schneller die Substanz vom Körper aufgenommen wird. Eine unmittelbare Lebensgefahr kann also insbesondere nach intravenöser Injektion und beim Rauchen entstehen, da bei beiden Konsumformen die Aufnahme des Kokains in Sekundenschnelle erfolgt. Gleichzeitig bergen beide Konsumformen noch spezielle Gefährdungen: Beim Injizieren des aufgelösten Kokains können Verunreinigungen und hinzugefügte Streckmittel gefährliche Nebenwirkungen hervorrufen, und beim Crackrauchen gehören Schädigungen der Atmungsorgane, insbesondere der Lunge, zu den typischen Komplikationen. So kommt es bei der so genannten "Crack-Lunge" u.a. zu Sauerstoffmangel im Blut oder Blutspucken infolge einer Lungenblutung. Wenn die Inhalation durch Pressen verstärkt wird, besteht u.a. die Gefahr krankhafter Luftansammlungen im Brustfellraum oder Herzbeutel. Aber auch beim Schnupfen sind infolge von Überdosierungen oder Unverträglichkeiten akut lebensbedrohliche Reaktionen bis hin zum Tod möglich. Bei Überempfindlichkeit kann bereits eine geringe Dosis Kokain einen so genannten Kokainschock hervorrufen, der sich u.a. durch Blässe, kalten Schweiss und Atemnot ankündigt und zu schwerem Kreislaufversagen führen kann. Überdosierungen dagegen können eine Kokainvergiftung in Form zentralnervöser Übererregung bewirken. In deren Folge kann es u.a. zum zunehmenden Verlust der Koordinationsfähigkeit, zu Verwirrtheit, Unruhe und zerebralen Krampfanfällen mit Bewusstseinsstörungen und schließlich zur Bewusstlosigkeit und zum Tod durch Atemlähmung und schweres Kreislaufversagen kommen.
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Literatur zum Thema
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Missbrauch -Textdownload Poppers
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