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Mein Name ist Borderline. Die Story
von Gerhard Mell

Die Aufzeichnungen des Autors, die zu diesem Buch bearbeitet wurden, fand der Verfasser während »eines Umzuges unter einem Stapel Bettwäsche im Kleiderschrank.« Und weiter heißt es: »Es ist immer meine Handschrift, ganz egal, ob groß oder klein. Und ich kann mich nicht daran erinnern.« Ein Buch also, an dessen Worte sich der Autor nicht erinnern kann? Jawohl, und dies ist in keinem Falle merkwürdig oder sonderbar!
Von der Mutter misshandelt und vergewaltigt, ebenso von einem ihm Fremden, fiel Mells Vater nichts besseres dazu ein, als darüber hinwegzusehen. Was dann folgt, folgt in unserer Gesellschaft wohl in einer nicht unbeträchtlichen Dunkelziffer; mit dem gewichtigen Unterschied, dass andere ihre Schädigung nicht öffentlich machen.
Das Borderline-Syndrom, an dem Mell leidet, ist angesiedelt irgendwo im Sumpfland zwischen Neurose und Psychose und galt lange Zeit als nicht zu therapieren, Wahnvorstellungen werden zu psychischer Realität, ausschweifende Lebensstile und exzessives Ausleben der eigenen Obsessionen und Schmerzen geraten zum Selbstmord in Raten.
Die Aufzeichnungen, lakonisch nur Die Story genannt, schildern Mells Träume, Phantasien, Qualen. Es sind die luziden Erinnerungen eines gefolterten Kindes, die geschriebenen Worte eines kranken Ichs. Und so mag die Sprache für mach zart besaiteten Leser pornographisch und abstoßend wirken, kleidet die Handlung aber in einen dichten, mehr als passenden Rahmen. Mell hat ein sicheres Gespür für Rhythmus und das Brechen von Tabus, er tut es, ohne dies extra betonen zu müssen. Mell wird heute, wo ihm eine analytische Therapie und eine neue Familie etwas Halt geben, zum Fährtenleser seines eigenen Leidensweges: »... nahm Mutter den Riemen vom Nagel. Ich musste die Hose herunterziehen und mich auf einen Küchenstuhl knien, den Oberkörper auf die Tischplatte legen. Dann schlug Mutter zu. Dabei murmelte sie undeutliche Worte und manchmal beschimpfte sie mich als kleines Dreckschwein (...) Es war eine Qual. Schon auf dem Foto im Kommunionskleid hat Mutter diesen kalten Blick«, um mal eine harmlosere Passage zu zitieren.
Der Autor flüchtet sich an den Gesellschaftsrand, wohnt und streunt durch besetzte Häuser, trinkt sich fast zu Tode: »Ich kotzte und zitterte mich durch die Jahre und die Suizidversuche endeten kläglich lächerlich, da mein Körper schon resistent war. Ich stand Körperlähmungen durch und wachte immer wieder aus dem Tablettenkoma auf (...) ab und zu wurde mein Magen ausgepumpt und ich hatte Platz, um nachzutanken.«
Doch von der eigens körperlich erlebten Hölle sind es auch die Umstände eines »normalen« Alltags, die ihm unsäglich zusetzen und ihn jeder Lebenschance berauben: Panische Angst vor Menschen, um Arbeit zieht er seine Kreise wie ein angeschossenes Tier. Schon als Kind voll des Intellekts, der einem Gedanken macht, mit denen es dann gutgehen kann; etwa, wenn er den Schulunterricht verlässt, weil er dessen Sinn und Zweck anzweifelt.
Gerade in der heutigen Zeit, in der eine angebliche Familienministerin bestreitet, dass in Deutschland Kinderarmut an der Tagesordnung sei, ja, spätestens in dieser Zeit sollte Mells Buch zur Pflichtlektüre werden. Ein nötiges, ein wichtiges Buch!
ISBN: 3-952497-17-1


 

Partnerbeziehung als Brutstätte von Borderline

Die Borderline-Persönlichkeitsstörung tritt zunehmend in das Interesse der Öffentlichkeit. Trotz vermehrter Presseberichte bleibt das Thema für die meisten jedoch weiterhin in einem diffusen Licht von aggressivem oder autoaggressivem Verhalten Betroffener. Das große Leid von Menschen mit der Borderline-Persönlichkeitsstörung und vor allem von deren Angehörigen ist aber weitgehend unbeachtet. In diesem Buch wird äußerst feinfühlig auf die Problematik dieser psychischen Störung und die negativen Auswirkungen auf die Bezugspartner eingegangen. Besonderes Augenmerk wird auf die Verhaltensweisen der betroffenen Angehörigen gerichtet, denn diese tragen ebenso ihren Teil zum Ausbruch dieser Störung bei. Für jeden Leser eine aufschlussreiche Lektüre zum Thema und für manchen Partner von Menschen mit der Borderline- Persönlichkeitsstörung vielleicht eine Offenbarung

Der Verlag über das Buch:

Lektüre für alle die sich für die Borderline-Persönlichkeit interessieren und besonders für Angehörige und Partner Betroffener

ISBN: 3980949605


 

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