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Die Behandlungsmöglichkeiten für das Borderline-Syndrom haben sich in den letzten Jahren verbessert. Gruppen- und Einzelpsychotherapie sind für viele Patienten zumindest teilweise erfolgreich. In jedem Falle ist eine spezifische und systematische Psychotherapie effektiver als eine „allgemeine Behandlung„, wie sie die meisten Patienten immer noch erfahren. In den letzten fünfzehn Jahren wurden zwei neue vielversprechende, psychosoziale Behandlungsmethoden entwickelt: die Dialektisch-behaviorale Therapie – Abk. DBT – (engl. dialectical behavior therapy) und die Transference Focused Psychotherapy – Abk. TFP – (Übertragungsfokussierte Psychotherapie). Die DBT wurde von der US-amerikanischen Psychotherapeutin Marsha M. Linehan, die selbst Betroffene ist, entwickelt. Beide Verfahren messen der Beziehung zwischen Patienten und Therapeuten eine besondere Bedeutung bei; die DBT legte jedoch mehr Wert auf verhaltenstherapeutische Techniken und vertritt auch philosophische Elemente wie Achtsamkeit und Konstruktivismus. Die von John F. Clarkin, Frank Yeomans und Otto F. Kernberg entwickelte TFP ist psychodynamisch orientiert und nimmt die Beziehungs- und Identitätsprobleme der Patienten in den Mittelpunkt. Der Fokus der Behandlung wird auf die Übertragungsbeziehung zwischen Therapeut und Patient im „Hier-und-Jetzt„ gelegt. In beiden Verfahren lernt der Betroffene zuerst, den Ausdruck seiner Gefühle zu kontrollieren (Affektkontrolle).

Pharmakologische Behandlungen werden häufig entsprechend den spezifischen Zielsymptomen des einzelnen Patienten verschrieben. Antidepressiva (wie z.B. der Wirkstoff Doxepin) und Stimmungsstabilisatoren können bei depressiven und/oder labilen Stimmungen sinnvoll sein, es werden jedoch vor allem selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (wie z.B. Zoloft (R) oder Cipramil (R) ) empfohlen, die Stimmungsstabilisatoren werden zwar immer häufiger angewandt, für ihre Wirksamkeit fehlen jedoch wissenschaftliche Belege. Antipsychotische Medikamente (Neuroleptika) können – unter anderem bei Denkstörungen und Angstreduzierung – Besserung bringen; hier ist zu betonen, dass die modernen, so genannten atypischen Neuroleptika (wie z.B. Seroquel (R) ) den konventionellen Methoden (z. B. Tranquilizer, typische Neuroleptika) vorzuziehen sind, da bei ersteren Nebenwirkungen seltener und vor allem (motorisch und kognitiv) weniger einschränkend sind – insbesondere müssen so genannte Spätdyskinesien, die nicht selten irreversibel sind, kaum befürchtet werden.


 

Borderline-Symptome
Wenn das Leben eine Last ist -Textdownload

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